Mit Pilzen im Kampf gegen die Robinie – hier wachsen neue Ideen

Die Robinie hat ihren Weg als invasive Baumart auch nach Südtirol gefunden. Durch ihre effiziente Stickstoffbindung mithilfe von Knöllchenbakterien breitet sie sich schnell aus und verdrängt wertvolle heimische Arten. Ihr lichtes Blätterdach führt zur Entstehung von sehr dichten Krautschichten und zum Schwund von seltenen, standorttypischen Pflanzenarten. 

Leider ist es oft schwierig, den Pflanzenbestand zu reduzieren: fällt man eine Robine, kommen zehn neue nach. Vielerorts wird daher zu chemischen Herbiziden gegriffen. Wir wollen diesen Weg nicht gehen und haben uns deswegen die Pilze als unsere Verbündete mit ins Boot geholt.
In unserem Versuch entnehmen wir einzelne Bäume aus dem Bestand und beimpfen dann den Baumstumpf mit Pilz-Myzeel. Der Pilz soll die Reste des Baumes, also vor allem das Wurzelsystem von innen schwächen und zu einem reduzierteren Stockausschlag (also Nachwachsen) führen. 

Das Holz der Robinie ist sehr dicht und robust und eignet sich deswegen sehr gut als Weidepfosten und Baum-Pflanzstecken.